Wörter über Menschen

Manchmal, sagt Christine Sevdas, werde ihr schlagartig bewusst, dass ihr gerade alles unter den Füßen weggezogen wird. Wer ihr dann hilft? „Na, ich“, sagt sie. /SZ

Zeig mir die europäische Ahnenreihe ohne Wanderung, Flucht, Vertreibung, und ich zeige dir, dass es sie eigentlich nicht geben kann. /SZ

Ihre Charaktere sind um sich selbst kreisende Subjekte, die ihren inneren Schweinehund längst als Lebenseinstellung akzeptiert haben. /SZ

»Ich bin seitdem noch zweimal ins Bataclan gegangen, einmal zur Wiedereröffnung und einmal kurz nach den Anschlägen, als die Pächter den Saal für die Familien öffneten. Der Raum sah so klein aus.« /SZ Magazin

Und weil es bei Lotz, bevor es traurig wird, immer ziemlich komisch ist, weiß man nicht, ob man lachen muss, oder vielleicht muss man doch eher weinen, und so muss man schließlich beides bleiben lassen und immer weiter lesen. /SZ

Michael Herrmann sagt, er würde ja gern vergeben, als gläubiger Mensch. »Aber mir fehlen die Menschen, denen ich vergeben kann.« /SZ Magazin

Ich habe meine Augen anders offen, sagt sie heute, ich geh anders durchs Leben. Ich sehe jetzt nicht überall Pädophile, aber ich weiß, dass es in jeder Familie vorkommen kann. / SZ Magazin

Es gibt kleine Kinder, die haben, wenn sie lernen zu sprechen, etwas Raues in der Stimme, von dem man sich wundert, wie es aus diesem kleinen Kinderkörper kommen kann. Als hätten sie ständig einen Frosch aus Zucker im Hals. /SZ

„Hallo, erinnerst du dich noch an mich? Du kannst das doch sowieso nicht alleine, Prinzessin, hm?“ /Zeit Online

Charles Cervigne ist hier seit 27 Jahren evangelischer Pfarrer. Und wenn eine Frau in den frühen Morgenstunden anruft und sagt, ihr Mann sei betrunken und sie habe Angst, verprügelt zu werden, dann fährt Cervigne hin. /Spiegel